Schädel heil, Gehirn verletzt: Warum ein Helm mehr können muss als „nicht brechen“

Stell dir vor: Du stürzt mit dem Rad, dein Helm hat einen Riss, dein Kopf ist äußerlich völlig in Ordnung. Kein Bruch, kein Blut. Glück gehabt? Nicht unbedingt. Denn der gefährlichste Schaden ist oft der, den man nicht sieht: der Schaden im Gehirn.

Der große Irrtum: „Hauptsache, der Schädel bricht nicht“

Viele glauben, ein Helm hat seinen Job erledigt, wenn der Schädel heil bleibt. Genau darauf wurden klassische Helme aus hartem Styropor (EPS) jahrzehntelang optimiert: einen harten Schlag von oben abfangen, damit der Knochen nicht bricht.

Das Problem: Dein Schädel ist nur die Verpackung. Das Wertvolle ist das, was drin ist.

Denk an ein rohes Ei in einer Plastikdose. Lässt du die Dose fallen, bleibt die Dose vielleicht ganz, aber das Ei darin kann trotzdem kaputt sein. Genau so ist es mit deinem Kopf: Das Gehirn schwimmt im Schädel und prallt bei einem Sturz gegen die Innenwand, auch wenn der Knochen außen völlig intakt bleibt.

Schädelfraktur vs. Gehirnverletzung: der Unterschied, der alles entscheidet

  • Schädelfraktur = der Knochen bricht. Das sieht dramatisch aus und ist ernst, heilt aber in vielen Fällen wie ein anderer Knochenbruch.
  • Gehirnverletzung (z. B. Gehirnerschütterung, Blutung, Nervenfaser-Schaden) = das Gehirn selbst wird verletzt. Das passiert oft ohne einen einzigen Knochenbruch und kann Konzentration, Gedächtnis, Stimmung und Persönlichkeit verändern, manchmal dauerhaft.

Merke: Ein Schädel kann heilen. Ein verletztes Gehirn erholt sich oft nur langsam und manchmal nie ganz.

Der unsichtbare Feind: Drehkräfte

Bei echten Stürzen fällst du fast nie senkrecht auf den Kopf. Du fällst schräg, rutschst, überschlägst dich. Dabei wird dein Kopf nicht nur gestoppt, sondern auch ruckartig verdreht. Diese Drehkräfte (Rotation) sind für das Gehirn besonders gefährlich: Es wird im Schädel verdreht und gezerrt, feine Nervenbahnen und Blutgefäße können dabei reißen.

Klassische Helmnormen testen vor allem den geraden Schlag. Ein Helm kann also die Norm erfüllen und trotzdem wenig gegen die Kräfte tun, die dein Gehirn am meisten verletzen.

Warum der klassische Styropor-Helm an seine Grenzen stößt

  • Hart und starr: EPS ist gut darin, einen harten Schlag zu verteilen, damit der Knochen hält. Aber was hart ist, gibt Energie oft zu schnell an den Kopf weiter.
  • Nur ein einziger Einsatz: Styropor wird beim Aufprall dauerhaft zusammengedrückt. Wird der Kopf ein zweites Mal getroffen, etwa beim Überschlag, ist an der Stelle kaum noch Schutz übrig.
  • Drehkräfte: Ohne zusätzliche Systeme kann eine starre Schale die Rotation kaum abfangen.

Die Antwort: HexaGo®, gebaut für dein Gehirn

Bei 720 haben wir den Helm von innen neu gedacht. Das Herz jedes 720-Helms ist HexaGo®, ein patentierter Wabenkern aus H.E.A.P. (High Energy Absorption Polymer).

  • 🟫 Wabenstruktur, die nachgibt: Die Waben verformen sich kontrolliert und bremsen den Aufprall ab, bevor er deinen Kopf erreicht.
  • 🔄 Schutz vor Drehkräften, direkt eingebaut: Der Kern kann in der Schale gleiten und sich mit deinem Kopf bewegen. So wird die gefährliche Rotation abgebremst, ganz ohne Zusatz-Einlagen.
  • ♻️ Formrückstellend: Nach dem Aufprall geht die Struktur in ihre Form zurück und bleibt bei einem zweiten Aufprall im selben Sturz noch wirksam.
  • 🛡️ Starke Außenschale: Polycarbonat (AWAKE) bzw. PRP-Polymer (CIRCLE) schützt vor spitzen Gegenständen und Durchdringung.

Die Zahlen sprechen für sich

Die europäische Norm EN 1078 erlaubt, dass bis zu 250 g Aufprallkraft beim Kopf ankommen.

  • Durchschnittlicher Helm: ca. 171 g (laut Folksam-Daten)
  • 720-Helm mit HexaGo®: nur 111 g (in Labortests)

Das heißt: Mehr als doppelt so viel Schutz, wie die Norm verlangt, und deutlich weniger Wucht, die bei deinem Gehirn ankommt. Dafür gab es auch den Red Dot Award 2020. Entwickelt und hergestellt in Europa, Made in Italy.

Dein Gehirn hast du nur einmal

Ein Helm ist kein Accessoire. Er ist das Einzige, was bei einem Sturz zwischen Asphalt und deinem Gehirn steht. Frag dich beim nächsten Helmkauf nicht nur „Bricht mein Schädel?“, sondern vor allem: „Was kommt bei meinem Gehirn an?“

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HexaGo: Doppelter Schutz

Nach den europäischen Vorschriften für die Zulassung von Fahrradhelmen darf ein Helm einen Beschleunigungswert von 250 g nicht überschreiten. Die g-Kraft ist die Beschleunigung, die im Moment des Aufpralls auf den Kopf wirkt. Um die von den europäischen Vorschriften geforderten Tests zu bestehen, darf der Helm keine Kraft auf den Kopf übertragen, die größer ist als 250 g (entspricht 1500 kg). Im Durchschnitt beträgt die von Fahrradhelmen übertragene Energie ca. 171 g (Folksam-Daten).

Die von einem Helm von 720 Protections übertragene Energie beträgt nur 111 g.

Helme von 720 Protections bieten also mehr als doppelt so viel Schutz wie die EN-Norm.

Wenn du wissen möchtest, wie Fahrradhelme getestet werden, geh zum entsprechenden Abschnitt

HexaGo®: Integrierter Verdrehschutz

Bei einem Unfall erfolgt der Aufprall in der Regel nicht einfach entlang einer geraden Linie (z. B. bei einem vollkommen senkrechten Sturz), sondern hat in der Regel einen rotierenden Charakter. In dem Moment, in dem der Kopf auf dem Boden aufschlägt, wird nicht nur eine Kraft in einer genau definierten Richtung erzeugt, sondern es kommt automatisch zu einer Drehbewegung. Die HexaGo®-Wabenstruktur kann auch die Kraft der Rotationsbewegung am besten absorbieren, indem sie den Kopf des Radfahrers während des gesamten Aufpralls begleitet und die Aufprallkraft auf die HexaGo®nalen Zellwände verteilt. HexaGo® verringert die Aufprallbeschleunigung sowohl durch das Gleiten der Struktur selbst in der Schale als auch durch die allmähliche Verformung der Struktur, so dass das Risiko von Kopfverletzungen und Gehirnerschütterungen so weit wie möglich begrenzt werden kann.